Geschichte der Emsschule Rietberg

Schon im Mittelalter gab es in Rietberg eine Lateinschule unter kirchlicher Aufsicht, Vorgängerin des späteren Progymnasiums. Daneben existierte eine „niedere Schule“ für Knaben, deren Lehrer von der Stadt mit gräflicher Zustimmung eingesetzt wurden. Auch die Schulmeisterin der Mädchenschule, die es bereits ab 1663 gab, wurde von der Stadt vorgeschlagen.
Die Schulen standen unter Aufsicht des Pfarrers und wuchsen im 19.JH zusammen; sie wurde zunächst „Pfarrschule“ dann „Katholische Schule“ bzw „Katholische Volksschule“ genannt.
Eine kleine evangelische Elementarschule wurde 1853 gegründet.

Ab 1872 anerkannte öffentliche Schule, trat der erste Lehrer erst 1878 sein Amt an, unterrichtete13 Jungen und Mädchen in den Hauptfächern. Handarbeit und Sport wurden gemeinsam mit den katholischen Kindern in der katholischen Schule unterrichtet. Immer wieder hatten die Schulen neben anderen Schwierigkeiten auch mit Raumnot zu kämpfen. In den 30er Jahren wurden Schulklassen teilweise nachmittags unterrichtet, was einen Schulstreik verschiedener Familien der südlichen Bauerschaft zur Folge hatte.
Während des Naziregimes wurde die evangelische Zwergenschule aufgelöst, die Kinder wurden von der katholischen Volksschule aufgenommen, die nun als „deutsche Volksschule“ nur noch „Volksschule Rietberg“ hieß.

Nach einer Elternbefragung 1946 gab es in Rietberg wieder eine kath. Volksschule mit ca. 620 Schülern und eine ev. Volksschule mit etwa 60 Schülern.
Beide Schulen sind immer wieder verbunden gewesen. Es gibt seit 1958 gemeinsam genutzte Räume und einen gemeinsamen Hausmeister.
1968 führte Lehrermangel zur Schließung der ev. Schule, 46 Kinder wurden von der kath. Schule aufgenommen, 17 Kinder gingen nach Gütersloh zur Schule.
Seit 1969 gibt es keine Volksschulen mehr. Nach einer weiteren Elternabstimmung wurde damals eine katholische Grundschule für den Schulbezirk I und eine Gemeinschaftsgrundschule für Kinder aller Ortsteile eingerichtet.

Seit 1980/81 sind beide Schulen an der Rinnerforth untergebracht, nutzen die Turnhalle, Pausenhalle und den Schulhof gemeinsam. Frau Annette Temme war bis zum 30.9.1998 Schulsekretärin beider Schulen. Nach Frau Temmes Versetzung in den Ruhestand wurde Frau Maria Depenbusch Schulsekretärin an der Rinnerforth. Hausmeister beider Schulen war zunächst Karlheinz Bleckmann, später dann übernahm Georg Peitzmeier diese Aufgabe. Seit dem 01.03.06 ist Norbert Jakobtorweihen der Hausmeister zunächst beider, jetzt der einen Grundschule in Rietberg.

Da nach dem neuen Schulgesetz Grundschulen eine Mindestgröße von 191 Kindern haben müssen und dies bei beiden Grundschulen für die nächsten Jahre nicht gewährleistet ist, wurde eine Auflösung beider Grundschulen in Rietberg und die Neugründung einer einzigen Grundschule zum 01.08.09 beschlossen.
Eine Elternabstimmung zum Ende des Schuljahres 2008/2009 ergab als neue Schule ab 2009/2010 eine Gemeinschaftsgrundschule.
Gemeinsam suchen Kinder, Eltern, Lehrer und  Lehrerinnen zur Zeit einen Schulnamen.
(Ute Heitmann)


Nach langem Suchen, nach vielen Erkundigungen und nach Abstimmungen unter den Kindern, Eltern und Lehrkräften, sowie in den schulischen Gremien wurde der Name „Emsschule“ gefunden.

Seit dem 1. Juni 2012 heißt die Schule nun: Emsschule – Städt. Gemeinschaftsgrundschule (Primarstufe) Rietberg.

Dieser „Geburtstag“ wurde am selbigen Tag mit einem großen Schulfest für die gesamte Schulgemeinde gefeiert. Seitdem erkennt man die Emsschule auch an ihrem neuen Logo: